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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Graf d'Orvilliers hatte, wie geſagt, beſchloſſen, bei Nacht in die See zu ſtechen. Außer dem oben erwähnten Grunde ſprach dafür auch der Umſtand, daß der Wechſel von Ebbe und Fluth, welcher an dieſen Küſten ſehr ſtark iſt, ihn begünſtigte. Die Ebbe trat zwei Stunden nach Sonnenuntergang ein. So konnte er alſo mit dieſer und unterſtüzt durch den Landwind noch bei Nacht ein gutes Stück Wegs auf der See zurücklegen.

Schon am Nachmittag waren die zum Auslaufen erforderlichen Anſtalten getroffen worden. Graf d'Or⸗ villiers hatte Befehl gegeben, daß die Flotte vor Sonnenuntergang in zwei Colonnen in Richtung von Oſt nach Weſt oder längs der Bucht von Breſt ihre Stellung nehmen ſollte. Wenn von dem Admirals⸗ ſchiff das Signal zum Aufbruch gegeben würde, ſollte das äußerſte, oder das am weiteſten leewärts befindliche Schiff von jeder Colonne zuerſt ſich in Bewegung ſezen, rund abfallen und Segel beiſezen, um ſomit dem nächſtfolgenden Raum zu geben. Jedes Schiff ſollte, nachdem es ſeinen Kurs eingeholt hatte, als Signal für das zunächſt an die Reihe kommende Fahrzeug, und damit dieſes das gleiche Manöver ausführe, zwei Laternen am Hintertheile aufſtecken.

Zeitig am Nachmittag waren alle Mann an Bord und mit den Arbeiten, welche erforderlich ſind, wenn ein Schiff nach ſeiner Ausrüſtung unter Segel kehen ſoll, beſchäftigt. Jezt war natürlich der Eifer und die Sorgfalt um ſo größer, da es nun allem Anſchein nach ſich zu vollem Ernſt anließ. Alles mußte daher jeden Augenblick an ſeinem rechten Plaze und in rechtem Zuſtande ſein.

Schwartz, Wilhelm Stjernkrona. I. 4