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das Wort; man vergißt die Wirklichkeit und wiegt ſich in der Welt der Träume. Jedermann ſizt ſtill am Dahlbord, nur in Geſellſchaft mit ſeinen Ge⸗ danken. Der Blick hängt feſt am dunkeln Rand des Horizontes, als ob derſelbe den Vorhang bildete, welcher für den nach Veränderung ſtrebenden Sterb⸗ lichen neue und blendende Scenen aus des Lebens wechſelvollem Schauſpiele hinter ſich bärge.
Hat ſich das Gemüth an dem Wohlbehagen des Augenblicks geſättigt, ſo wenden ſich die Gedanken bei dem Einen oder Andern der Vergangenheit zu, Erinnerungen aus der Heimath treten hervor. Wie Manche, denen das Geſchick oder eigene Luſt die ſchwellende See zur Wohnſtätte angewieſen hat, möch⸗ ten nicht in einem ſolchen Augenblick irgend einen werthen, einen vermißten, einen geliebten Freund zur Seite haben, nicht in Folge eines Bedürfniſſes, ihre Gedanken und Gefühle gegen ihn auszuſprechen, ſondern um, wie Alles Glück auf Erden verlangt, eine Zwillingsſeele zu beſizen, mit welcher man den Ueberfluß theilt, der Aller gemeinſames Eigenthum iſt— Gottes heilige Natur!
Gedanken, hoch wie des Himmelsgewölbes Bo⸗ gen, der ſich über dem auf den Wellen ſich wiegen⸗ den Fahrzeug ausſpannt, werden dann in der Seele geboren. Die Harmonie zwiſchen der inneren und äußeren Welt, welche in dem alltäglichen Leben ſo ſelten Zeit hat, ihre einfache aber große Bedeutung zu entwickeln, umfängt unſer Herz mit ihrer ganzen Macht. Man fühlt, daß man ſeinem Schöpfer näher iſt.
Ein ſolcher Abend, voll Poeſie, war der am zwan⸗ zigſten Juni.
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