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Um wo möglich unbemerkt auf die See zu ge⸗ langen, und das vor Queſſant kreuzende engliſche Geſchwader über den von den Franzoſen eingeſchla⸗ genen Weg in Unkenntniß zu laſſen, beſchloß Graf d'Orvilliers, bei Nacht unter Segel zu gehen.
Wie faſt immer an dieſer Küſte bei regelmäßi⸗ gem Wetter und anhaltender Wärme, blies am Vor⸗ mittag der Seewind mit zunehmender Stärke, ſo wie die Sonne höher ſtieg, verminderte er ſich in dem⸗ ſelben Maße, als ſie tiefer ſank, und erſtarb gegen Abend und die Nacht, wo der Landwind ſich erhob.
Nicht ſelten geſchieht es, daß der Seemann, wel⸗ cher bei Tag von einem Winde eben ſo günſtig, als ſeine Hoffnung, an der erſehnten Küſte zu landen, feurig war, vorwärts geführt wurde, bei Eintritt des Abends von dieſem Landwind gefaßt wird und dann Sehnſucht und Verlangen auf den morgenden Tag hinausſchieben muß. Man hält dann unter wenig Segeln, um dem Lande nicht allzu nahe zu kommen.
Eine ſolche Nacht hat für die Sinne etwas un⸗ beſchreiblich Entzückendes, und Niemand, der Gefühl für das Schöne beſizt, geht dann in ſeine Koje hinab. Die Düfte von den Millionen Wohlgerüchen des Landes kommen mit einem lauen Windhauch nach dem andern über die ruhige See herangeſchwebt und erfüllen das Gemüth mit Bildern von Frieden und Freude. Die Phantaſie wird in jene bluͤhenden Re⸗ gionen hinweggeführt, wo die Natur mit zärtlicher und verſchwenderiſcher Hand Alles, was lebt, zu Liebe und Genuß einladet.
In einer ſolchen mährchenhaften Nacht ſchweigt


