Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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zum Pfand ſezen, daß das Briefchen ‚von der ſchö⸗ nen Indianerin’ kommt.“ 3

„Sind Sie närriſch, Marquis?“

„Ganz und gar nicht; erbrechen Sie es nur, ſo werden Sie ſehen, daß ich Recht habe.“

Wilhelm befolgte dieſe Aufforderung, und der Marquis rief lachend:

„Ei nun, verlieren Sie mir nur die Faſſung nicht. In Frankreich darf Sie nichts verwundern. Sie brauchen mir nicht zu bekennen, weſſen Name unterzeichnet iſt; Ihre Ueberraſchung hat mir ſchon geſagt, daß ich recht gerathen habe. Adien!“

Allein geblieben, las Wilhelm Folgendes:

„Mein Herr!“

„Sie erwarten heute eine Herausforderung. Sie werden dieſelbe nicht erhalten. Ein Mann, welcher gleich Ihnen hieher gereist iſt, um an ſeiner Aus⸗ bildung als Seeofficier zu arbeiten, kann beim Aus⸗ bruch eines Krieges etwas Beſſeres thun, als ſich duelliren. Der Herzog von*s hat eingeſehen, daß Sie nicht die Abſicht hatten, ihn zu beleidigen, und wünſcht deßhalb, daß Sie die von ihm darüber ge⸗ äußerten Worte vergeſſen mögen. Ich habe ihm dies bereits von Ihrer Seite zugeſagt, und Sie werden ſicherlich mein Verſprechen nicht Lügen ſtrafen.“

„Eſtelle d'Eſtrier.“

VI.

Zwei Tage ſpäter, am zwanzigſten Juli, fuhr die Flotte von Breſt ab.