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giſchen Muſeum aufbewahrt zu werden. Nun, wiſſen Sie, warum er ſich mit Ihnen ſchlagen will?“
„Weil ich ihm auf den Fuß getreten habe.“
„Bei Ihnen zu Lande muß man in wahrhaft patriarchaliſcher Einfalt leben und ganz und gar nicht zwiſchen den Zeilen zu leſen verſtehen, ſonſt ſollten Sie doch einſehen, daß der Tritt auf den Fuß nur ein Vorwand war.“
„Aber der Herzog und ich, wir kennen einander ja gar nicht. Er kann alſo keinen anderen Grund zu der Herausforderung haben. Wir haben geſtern einander zum erſten Mal getroffen.“
„Bedarf es wohl mehr?— Der Herzog iſt ver⸗ liebt, aber wie ein ächter Dummkopf, das will ſagen, ohne Sinn und Verſtand. Nun fügt es ſich ſo un⸗ glücklich, daß der Gegenſtand ſeiner wahnſinnigen Neigung auf einem großen und glänzenden Ball ſich einen ganzen Abend nicht mit ihm, ſondern mit Ihnen, einem Fremdling, beſchäftigt, einem kleinen Baron aus einem barbariſchen Lande. Es darf Sie alſo nicht Wunder nehmen, daß ein Herzog und Pair von Frankreich darüber in üble Laune geräth. Ge⸗ nug, er iſt eiferſüchtig, aber nicht mit der guten Ge⸗ müthsart eines Franzoſen, ſondern wie ein Othello;
darum beabſichtigt er, Sie und mich mit ein paar
Zoll kalten Stahles zu traktiren. Rechnet man ſeine zärtliche Flamme für Madame d'Eſtrier hinweg, ſo hat er blos eine Leidenſchaft— und dieſe iſt die Duellwuth.“
„Nun, in Gottes Namen, ſo möge er dieſelbe befriedigen.“
„Sie ſind, mein beſter Baron, ein wirkliches


