42
zerſchmettern wird, daß Sie eine ſo feierliche Miene angenommen.“.
„Madameo, ich habe Sie gebeten, meinen ſchwe⸗ diſchen Freund in Ruhe zu laſſen und ihn nicht ins Unglück zu bringen; aber Sie wollten nicht auf meine Worte hören, und ſo...“
„Sind Sie von Trauer befallen worden. Ach, Marquis, Sie haben noch nie ein ſo mitleidiges Herz gehabt.“
„Der Herzog hat Stjernkrona gefordert, und dies eben auf dem Admiralsball,“ fiel der Marquis ein; „Sie ſind ſchuld daran. Ich ſage nicht ein Wort davon, daß er mir gleichfalls dieſe Ehre angethan hat; aber...“
„Sie denken nur an Ihren Freund, und thun ganz recht. Der Herzog darf ſich weder mit Ihnen, noch mit dem Baron ſchlagen; das muß verhindert werden.“
„Unmöglich!“. 8
Der Marquis ſprach dieſes Wort in einem Ton⸗ als hätte er damit ausdrücken wollen, daß es in kei⸗ nes Menſchen Vermögen ſtände, das Duell abzu⸗ wenden.
„Es gibt nichts Unmögliches für mich,“ antwor⸗ tete Eſtelle und verließ ihn.
Saint Sue ſah ihr nach und murmelte:
„Geh' nur und zwinge Deine elenden Sclaven zum Gehorſam. Eines Tags wirſt Du auch Den finden, der Dich beherrſcht, und dann dürften ſich auch für Deinen Willen Unmöglichkeiten finden.“


