Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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n.

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Meine wärmſten Wünſche, meine theuerſten Hoff⸗ nungen, meine ſchönſten Träume müßte ich zum Opfer bringen, im Fall dieſelben mit meiner Pflicht in Widerſtreit geriethen.“

„Müßte ich? Wer zwingt mich dazu?“

„Gewiſſen und Ehre, Madame, können ſich gegen Alles, was ich Glück nenne, auflehnen, und mit zer⸗ riſſenem Herzen ſehe ich mich dann gezwungen, ihm zu entſagen. Welchen Egoismus finden Sie in einem ſolchen Begräbniß der Lebensfreude? Ich verur⸗ theile mich ſelbſt zu Kummer und Leid, einzig und allein, um meine Pflichten gegen Andere nicht zu verlezen.“

„Ich verſtehe dieſe Ihre Schlußfolgerung nicht,“ entgegnete Eſtelle, indem ſie den Kopf zurückwarf und Wilhelm anſchaute.„Was ich mir ſchön und glücklich geträumt habe, gehört mir, und ihm zu entſagen, kann keine Pflicht mir auferlegen.“

„Dem Träumen nicht, wohl aber der Ausſicht auf die Verwirklichung Ihrer Träume.“

„Glauben Sie, daß irgend Jemand den Muth habe, um ſeiner Pflicht willen dem Glück des Lebens zu entſagen?“

„Madame, man hört, daß Sie nur eine Seite von der Schaumünze des Lebens kennen, nämlich diejenige, welche das Gepräge des Glücks trägt.“

„Haben Sie ſchon Bekanntſchaft mit einer andern gemacht?“

„Ich habe bis jezt keine andere kennen gelernt, Madame.“ 8 Wiederum wurde das Geſpräch abgebrochen.

Der Herzog von*s, welcher ſchon zu Anfang