Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Nutzen ſeines Vaterlandes, ſondern zur Ehre des⸗ ſelben geſprochen haben.“

„Derjenige, welcher ihm nützlich geweſen iſt, hat auch zu deſſen Ehre beigetragen.“

„Das iſt eine unbeſtreitbare Wahrheit, und gleich⸗ wohl würden wir in Weſtindien weder von Chre noch Nutzen, ſondern davon reden, wie wir zur Freude für uns ſelbſt leben könnten.“

„Geſtatten Sie mir jedoch zu behaupten, daß die Aufgabe, welche Schweden und Franzoſen ihrem Le⸗ ben ſtellen, von weit höherem Werthe iſt.“

„Wie ſo?“

„Weil ſie die Wohlfahrt und das Anſehen der i ganzen Nation zum Zweck hat.“

Glauben Sie denn, daß eine Nation glücklich ſein kann, wenn die Individuen es nicht ſind?“

„Das Glück beſteht nicht darin, daß wir uns ſelbſt Freude ſchaffen, ſondern darin, daß wir ſie Andern bereiten.“

„Bilden Sie ſich ein, daß Sie ſtets ſo denken werden? fragte Eſtelle lachend.„Seien Sie über⸗ zeugt, ſo viel Heroismus ſich auch in uns vorfinden mag, ſo wollen wir doch auch auf eigene Rechnung einiges Wohlſein erndten. Das Glück, in Anderer Glück ſeinen Genuß zu finden, iſt nur ein halbes, und der Kelch der Entſagung ſchmeckt für die Dauet ziemlich bitter.

„Und der Becher der Freude birgt auf ſeinen Grunde Sättigung und Ermüdung.

„Sie ſind noch allzu jung, um in dieſem Fal eine Regel aufſtellen zu können. Im Uebrigen, wenn Sie ſich für das Nützliche, die Franzoſen für das

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