Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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mit eh⸗ rem

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in ein Geſpräch einließ, um wie viel leichter alſo einen zwanzigjährigen Jüngling.

Eſtelle fand an Wilhelms höchſt origineller Art und Weiſe, ein Geſpräch zu führen großes Wohlge⸗ fallen, und Etwas wie Mißvergnügen leuchtete aus ihren ſchwarzen Augen, als ihr Kavalier erſchien, um ſie zum Tanze zu geleiten.

Am Schluß deſſelben fand ſich Wilhelm, er wußte ſelbſt nicht wie es zugegangen war— abermals an ihrer Seite. 5

„Sie wollen alſo mit unſern Landsleuten zum Kampfe ausziehen?“ begann Eſtelle.„Was konnte Sie hiezu beſtimmen?“

„Mein Thatendurſt, mein Wunſch, mich in mei⸗ nem Berufe praktiſch auszubilden, mein Hang zu Abenteuern.— Ich bin Seeofficier, Madame, und will meine eigene Tüchtigkeit erproben, meine Wiß⸗ begierde befriedigen und wo möglich für meinen Chrgeiz ein Lorbeerblatt erobern.

„Sie ſprechen nicht wie ein Nordländer,“ be⸗

„ merkte Eſtelle, ihn betrachtend.

„Aber ich denke und fühle wie ein ſolcher, und darum will ich mich zu einem Mann erziehen, der ſeinem Lande Ehre machen kann.“

„Sie wagen ſehr viel dafür.“

„Ja, ich wage das Leben; aber wenn man ſich

einmal mit der See vermählt hat, achtet man das⸗

ſelbe nicht ſonderlich hoch. Für uns gilt es nicht blos, zu leben, ſondern für unſeres Vaterlandes Nutzen zu leben.“

„Ein Franzoſe würde nicht vom Leben zum Schwartz, Wilhelm Stjernkrona. I. 3