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die Anzahl der Narren hiedurch vermehrt wird. Sie müſſen nämlich wiſſen, cher baron, daß Madame Eſtelle d'Eſtrier die zwei leztverfloſſenen Winter zu Paris in der Mode geweſen iſt. Alles, jung und alt, war in ſie vernarrt.“
„Das wundert mich nicht,“ fiel Wilhelm ein, indem er ſie fortwährend betrachtete.
Madame d'Eſtrier war mitten im Salon ſtehen geblieben. Eine ganze Schaar von Herren beeilte ſich, ſie zu becomplimentiren.
„So, ſo, das wundert Sie nicht,“ nahm der Marquis wieder das Wort;„öSie finden dieſelbe alſo unwiderſtehlich ſchön?“
Saint⸗Sue lächelte ironiſch.
„Iſt es wohl anders möglich? Es liegt etwas ſo Warmes, ſo Seelenvolles, ſo Leidenſchaftliches in dieſem Angeſicht, und man vergißt über dem Aus⸗ druck deſſelben—“
„Die Farbe,“ fiel der Marquis ein;„das iſt in der That nothwendig. Ich kenne nichts Abſcheu⸗ licheres, als einen gelben Teint; mir fällt dabei ſo⸗ gleich Gelbſucht, gelbes Fieber, Gallenleiden ein.“
Wilhelm lachte und der Marquis fuhr fort:
Sie ſagten, glaube ich, dieſelbe ſehe ſeelenvoll aus. Wenn Sie Etwas wie Seele bei ihr heraus⸗ finden, ſo ſchenke ich Ihnen mein ganzes Vermögen,“ — der Marquis konnte leicht ein ſolches Verſprechen geben, denn er war ruinirt,— und wenn Sie et⸗ was, wie Wärme oder Leidenſchaft bei ihr heraus⸗ bringen können, ſo ſollen Sie mein Leben zum Preiſe für die Entdeckung haben.“ 3
„Wenn ich auch noch ſo großes Verlangen hätte,
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