Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Vergnügen; und doch wie viele von den Tänzern ſollten aus dem bevorſtehenden Kampfe wieder⸗ kehren? Allein wer dachte in dieſem Augenblick daran, wo Alles nur Entzücken athmete, wo die CGöttin der Luſt ihre Thore geöffnet hatte, und das Auge von ſo viel Anmuth, ſo viel Liebenswürdig⸗ keit berauſcht wurde.

Daß Wilhelm auch bei dem Feſte war, verſteht ſich von ſelbſt; und daß er noch mehr als ein Anderer davon geblendet wurde, iſt ebenſo natürlich, wenn man ſich erinnert, daß dies ſein erſter Ausflug in die Welt war.

Während ſeines kurzen Aufenthalts in Breſt hatte er mit verſchiedenen Offizieren von der fran⸗ zöſiſchen Flotte, darunter auch mit einem jungen Marquis, Jules de Saint⸗Sue, Bekanntſchaft gemacht. In Geſellſchaft des Marquis war er zu dem Admirals⸗ ball gefahren, und wir finden ihn nun mit demſelben an einem der Fenſter des großen Salons.

Von dieſem Fenſter aus hatten ſie eine Ueber⸗ ſicht über die Verſammlung, welche in dem uner⸗ meßlichen Raum durch einander wogte.

Während Wilhelm mancherlei Fragen über alle dieſe ihm fremden Perſonen ſtellte, und der Marquis ſie, ſtets einige ſatiriſche Bemerkungen hinzufügend, beantwortete, trat ein ungewöhnlich hochgewachſener Mann, der eine junge Dame am Arm führte, in den Salon. Wilhelms Aufmerkſamkeit wandte ſich alsbald der Dame zu.

Ihr Aeußeres war auch von der Art, daß es unwillkürlich das Auge feſſeln mußte, denn es ſtand deutlich darin geſchrieben: Nicht⸗europäiſch.