Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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ſam aber mit Sicherheit die gegebenen Befehle voll⸗ zogen. Alles athmete Leben und Thätigkeit. Man ſah, daß bei Allen, welche zu dem großen Zweck mehr oder minder beizutragen berufen waren, jede Fiber von dem Nationalhaß und von dem Wunſche angeſpannt war, das was für ſie ein Gegenſtand des tiefſten Abſcheus war, zu Grunde richten zu können.

In einem großen Lager, den Tag vor einer Schlacht zwiſchen zwei mächtigen Armeen, kann man vielleicht etwas Aehnliches ſehen, aber niemals Etwas, das mit dem Eifer, der Unruhe, dem Ameiſenhaufen⸗ leben eine Vergleichung aushielte, welches da herrſcht, wo eine Flotte von zweiunddreißig Linienſchiffen und zehn Fregatten ſo ſtark war die franzöſiſche damals ihre Rüſtungen trifft, um mit einem Gegner, der in materieller Hinſicht gleich ſtark iſt, ſich in einen Kampf auf Leben und Tod einzu⸗ laſſen.

Dieſe Theilnahme an der Entwicklung und dem Fortſchritt des großen Ganzen iſt es, was die ſoge⸗ nannte moraliſche Ueberlegenheit ausmacht und alle Zeit ausmachen wird. Das Bewußtſein, daß eine einzige Pflichtverſäumniß ſchwer auf dem Gewiſſen laſten muß, iſt es, was jedes Individuum zu der Einſicht bringt, daß man nicht blos das thun muß, was befohlen wird, ſondern daß man noch mehr thun muß, damit ein Jeder, von dem Höchſten bis zu dem Niedrigſten, das Recht erlangt, gleich einem Gott auf ſein Werk herniederzuſehen und ſagen zu können:

Es iſt Alles gut.

Ohne von denſelben Beweggründen, wie alle

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