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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Ueber Wilhelms Reiſe nach Breſt und über ſein Verweilen an Bord iſt gerade nicht viel zu ſagen. Der Kapitän, ein Mann von altmodiſchen Ge⸗

wohnheiten und Anſichten, lag beſtändig mit ſeinem

jungen Paſſagier im Streite und gerieth oft in

Feuer und Flammen, wenn Wilhelm von den Fort⸗ ſchritten ſprach, welche die Schifffahrtskunde in den letzten Jahren gemacht hatte. Der Kapitän erklärte dann geradezu, es ſei ihm ganz unausſtehlich, von dergleichen neumodiſchen Ideen, wie er die Anwen⸗ dung der Trigonometrie und Aſtronomie auf das Seeweſen nannte, zu hören, Der Alte wollte von nichts weiter als von Nadelkompaß und ein⸗ oder zweimaligem Loggen jede Woche wiſſen.

Allerdings ſuchte er bei außerordentlichen Vor⸗ fällen den alten ungeheuerlichen Oktanten hervor, aber dies geſchah nur, um dadurch dem Steuermann zu imponiren, denn irgend eine Beſprechung kam dabei nicht in Frage, er hatte denſelben einmal an Bord und damit Gott befohlen..

Wenn Wilhelm die Behauptung auſſtellte, es ſei unrecht, von den beſten, jetzt zu Gebot ſtehenden In⸗

ſtrumenten keinen Gebrauch zu machen u. a. m.,

ſo lautete gewöhnlich ſeine Antwort:

Geht mich nichts an, unnöthiges Zeug, Neue⸗ rungsſucht! Ich habe niemals dergleichen in An⸗ wendung gebracht, und dennoch iſt es ſchon über die zwanzig Jahre her ganz gut gegangen. 3

Eines Tags, als Wilhem einen für die damalige Zeit ſeltenen, ſogenannten Borda⸗Zirkel,*) welchen

*) Jean Charles Borda 1733 1799, ein um die praktiſche Mathematik und Aſtronomie ſehr verdienter Mann, machte ſeinen