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fragt, was man eigentlich unter feiner Lebensart verſtände, wenn er die Koryphäen der Geſellſchaft faſt immer albernes Zeug reden, und die holdſeligſten Lippen ganze Litaneien von Unſinn vorbringen und dieſelben mit gleicher Münze bezahlen hörte. Wilhelm hatte auch den Muth gehabt, dieſen von Dummköpfen ausgetretenen Pfad zu verlaſſen. Wenn er ſich in Geſellſchaft von Frauen befand, wählte er darum auch ganz andere Stoffe zur Unter⸗ haltung, als jene abgenützten und trivialen Gegen⸗ ſtände, welche der gewöhnlichen Salonconverſation zu Grunde liegen. Oſft war es geſchehen, daß eine junge Dame, mit welcher er ganz ungenirt ſeine Gedanken ausgetauſcht hatte, hinterher ſich darüber verwunderte, wie es möglich geweſen, daß ſie ſich ein⸗ mal erdreiſtet hatte, über ein vernünftiges Thema Rede und Antwort zu geben. Trotz dieſer Verwunderung konnte ſie aber nicht umhin, zu geſtehen, daß ihr in Geſellſchaft des ſchönen, originellen Stjernkrona die Zeit ſehr ſchnell und angenehm verfloſſen ſei. Wilhelm dagegen bekam von ſeinen Kameraden die Beſchuldigung zu hören, daß er mit jeder Dame, mit welcher er ein Geſpräch anknüpfe, ſich verliebe, und die älteren Frauen erklärten ihn bereits für einen ſehr gefährliſchen Burſchen. Dies war jedoch Etwas, worauf er in ſeiner jugendlichen Unerfahren⸗ heit nicht Acht gab. In ſeinem Gemüthe lag es einmal nicht, ein Alltagsmenſch zu ſein, welcher wiederkäut, was Andere geſagt haben, ein Unglück für ihn ſelbſt, weil er dadurch Neider ins Leben rief. Bis jezt war indeſſen weder auf Seiten der Kameraden, noch der Frauen das Recht geweſen;


