Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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welchem Wilhelm abgehen ſollte, einige Tage auf⸗ gehalten; als aber an dem obengenannten Tage ein günſtiger Wind ſich erhob, und im Uebrigen Alles ſegelfertig war, hatte der alte Kapitän, ein ehrlicher, von Wind und Wetter herumgetriebener Nordſee⸗ und Kanalfahrer, beim Einnehmen des Mittags⸗ groggs geäußert:

Hält dieſer Wind bis heute Abend ſechs Uhr an, ſo habe ich mit Gottes Hülfe um Neun die Landſpitze einige Meilen hinter mir.

Als man noch Siebzehnhundert zählte, hielt es für junge wie für alte Leute nicht ſo leicht, ſich ſammt all ſeinem Zubehör auf die See zu ſchaffen. Von den Becquemlichkeiten, welche das Reiſen heut⸗ zutage gewährt, hatte man damals noch keine Ahnung. Man vermochte nicht, wie in unſerer Zeit, ſich binnen vierundzwanzig Stunden Alles, was zu einer Reiſe um die Welt erforderlich war, zu ver⸗ ſchaffen. Nein, dazu bedurfte es zum mindeſten eben ſo vieler Tage. War Etwas vergeſſen worden, ſo blieb daſſelbe, befand man ſich einmal draußen auf der See, auch vergeſſen und ein beſtändiger Gegenſtand des Entbehrens.

Wilhelm hatte allerdings von ſeinem Vater das Weſentlichſte, nämlich Geld, erhalten; deſſen unge⸗ achtet bedurfte es eines ganzen Monats, bis Alles in gehöriger Ordnung war. Wer fühlte ſich froher als er, da die letzten Artikel ſeines Gepäcks an Bord untergebracht waren und er ſelbſt deren Auf⸗ ſchichtung unter dem Deck mit angeſehen hatte..

Alle häuslichen Verrichtungen, mit Ausnahme von Eſſen und Trinken, ſind nicht nach dem Ge⸗