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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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vergoſſen. Welche wunderbare und unerhörte An⸗ ſtrengungen der Gedanke an Freiheit und Unab⸗ hängigkeit bei einem Volke hervorzubringen vermag, beweiſt am beſten dieſer Krieg, welcher ſowohl wegen der Sache, die er verfocht, als wegen des Eingreifens der dabei auftretenden Großmächte, Reſultate hinter⸗ laſſen ſollte, deren Wirkungen von unberechenbaren Folgen waren.

Es gehört jedoch nicht in unſere Erzählung, die Urſachen oder die Folgen des amerikaniſchen Frei⸗ heitskrieges näher ins Auge zu faſſen. Genug, die Kolonien riſſen ſich von England los, und da der Hof von Verſailles nicht blos den Geſandten der neuen Republik mit lächelnder Miené empfing, ſon⸗ dern ſich ſogar auf engliſche Schiffe Beſchlag zu legen erlaubte, ſo war die Maske damit abgeworfen, und ein Seekrieg zwiſchen dieſen beiden Großmächten unvermeidlich.

Aus Anlaß dieſer für einen Seeofficier ſo ver⸗ lockenden Gelegenheit geſchah es, daß Wilhelm Stjernkrona bei der franzöſiſchen Flotte Dienſte ſuchte.

Sein Vater, Baron Stiernkrona, welcher bei der Staatsumwälzung von 1772 auf ſehr energiſche Weiſe dem Könige Beiſtand geleiſtet hatte, genoß der beſonderen Gunſt bei Guſtav III. und hatte in Folge davon nicht blos die Erlaubniß für ſeinen Sohn, in fremde Dienſte zu treten, ausgewirkt, ſon⸗ dern auch von dem Könige, als beſonderen Beweis der Gewogenheit, ein eigenhändiges Schreiben an den Grafen d'Eſtaing, welcher Guſtav III. perſönlich bekannt war, erhalten.

Widrige Winde hatten das Kauffahrteiſchiff, mit