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gel und ich bin ein Teufel. Die Eiferſucht iſt ganz gewiß das niedrigſte aller Gefühle. Ich will niemals wieder eiferſüchtig ſeyn— am allerwenigſten auf Sie, mein Engel. Im Grunde genommen ſind Sie ja meine Schweſter eben ſo gut, als die ihrige, und ſie hat ein Recht Sie zu lieben, weil ich Sie liebe.«
„Sie machen mich ſehr glücklich, wenn Sie ſo ſprechen,« ſagte Joſephine.„Alſo der Friede iſt hergeſtellt?«
»„Um niemals wieder gebrochen zu werden. Ich will gehen und Laura um Verzeihung bitten. Was gibt es denn?«
Jacintha plapperte nemlich ſehr laut und wies ein paar Bettelleuten in ziemlich harten Worten die Wege.
Jacintha war die perſonificirte Thätigkeit und hatte mit der Bettelei durchaus kein Mitleid. Vergebens betheuerten die beiden armen Leute— der Himmel weiß mit welchem Grade von Wahrheit— daß ſie keine Bettler, ſondern Handwerks⸗ leute ohne Arbeit ſeyen.
»Marſchirt, daß Ihr fortkommt!« rief Jacintha, und ſetzte, ihrer Phantaſie den Zügel ſchießen laſſend, hinzu: »Sonſt laß' ich den Hund los!«
Der Mann ging einige Schritte fort, die Frau wendete ſich mit bittendem Blicke an Eduard. Er näherte ſich mit Jo⸗ ſephinen der Gruppe. Die Frau hatte eine Art Mantel um und trug in der Capuze desſelben ein Kind auf den Schultern.
»Das arme Kind ſieht kränklich aus,« bemerkte Jo⸗ ſephine.
»Wie kann es auch anders ſeyn, meine gute junge Dame? Die Mutter mußte aufſtehen und dem lieben Brot nachgehen, während ſie noch hätte im Bett liegen bleiben ſollen, und nun iſt ſie nicht im Stande, ihm genug Nahrung zu geben.*


