Teil eines Werkes 
4. Theil (1858)
Entstehung
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Schädel einſchlagen ließ. O, ich kenne ſchon den ganzen Schwindel!s

»Aber, Dard, Du mußt wiſſen, daß es durchaus nicht mein Wunſch iſt, Dich todt zu wiſſen.«

»Der meine iſt es auch nicht,« war die freimüthige Ant⸗ wort,aber ich glaube auch nicht, daß es für mich Gefahr hätte. Die Feinde ſchießen allemal zu hoch und zwar aus Angſt, weil wir ſie ſchon ſo oſt durchgebläut haben. Die mei⸗ ſten Kugeln fliegen über die ganze Armee hinweg in die Bäume, welche um das Schlachtfeld herumſtehen. Die Kerle, welche getroffen werden, ſind gerade die langen Schlagtodte, von welchen Du vorhin ſprachſt, denn ihre dummen Köpfe ſind überall im Wege, mußt Du wiſſen. Ich bin alſo ganz niedergeſchlagen, muß ich Dir ſagen hier iſt meine Nummer Neunundneunzig.*

»Und Du weißt gewiß, daß ſie nicht gezogen ward?«

»Nein, ſie ward nicht gezogen ich habe die andern alle ziehen ſehen. Die letzte Nummer war ſechzig und ſo und ſo viel. Deshalb komme ich, um Dir es zu ſagen, weil weil*

»Weil Du darüber eben ſo froh biſt als ich. Ich glaube, eine Kugel kann einen kleinen Soldaten eben ſo gut treffen wie einen großen. Sey froh, daß Du ſo weggekommen biſt, Dard. Komm und hilf mir Waſſer holen.*

»Na, da einmal heute kein unſterblicher Ruhm zu holen

iſt, ſo muß ich mich wohl wieder an mein Tagewerk machen.* »So iſt's recht, Dard. Dazu paſſeſt Du auch am beſten.« Während ſie mit einander Waſſer aus dem Brunnen ſcchöpften, hörten ſie plötzlich eine laute Stimme. Dard blickte auf und gewahrte eine ſteife militäriſche Geſtalt mit fürchter⸗ lichem Schnurbart, die ſich überall umſchaute.

*