und ſich nicht um die eigentliche Aufgabe bei Tiſche zu be⸗ kümmern.
Das ihm widerfahrene Unrecht nagte aber immerfort an ihm und er erging ſich in allerhand alterthümlichen Re⸗ — densarten, wie zum Beiſpiel:
„Ich ſehne mich nach Veränderung— dieſes Dorf iſt der letzte Ort, den der Allmächtige geſchaffen« zc.
Gleichzeitig ward er von einer moraliſchen Krankheit be⸗ fallen, das heißt: er fand Geſallen an dem Umgange mit Sol⸗ daten. Dieſe hatten die Welt geſehen. Er verthat ſeinen Wo⸗ chenlohn in Zechgelagen mit Militärs, einer Claſſe Menſchen, die ſo brillant ſind, daß man von ihnen nicht die Bezahlung ihres Antheils an dem Getränk erwarten kann. Sie liefern vielmehr die Anekdoten und die vertraulichen Anrufungen des ¹ Himmels.
Durch das Anhören vieler Berichte, deren Helden da⸗ durch, daß ſie ihre eigenen Hiſtoriker waren, durchaus nichts einbüßten, lernte Dard Geſchmack an militäriſchen Abenteuern finden. Sogar ſeine zeither ſo ſchlichte Redeweiſe begann jetzt mit hochtrabenden der Armee entlehnten Worten übertüncht zu werden.
Ich brauche nicht erſt zu ſagen, daß dieſe bombaſtiſchen Redensarten ſeinen allgemeinen Dialekt nicht veredelten. Sie lagen deutlich auf der Oberfläche wie Mergelklumpen auf einem unfruchtbaren Boden und beläſtigten den Boden, den ſie nicht fruchtbar machen konnten.
Jacintha erinnerte ihn an einen Umſtand, der vom Kriege faſt unzertrennlich war— an Wunden.
„Weißt Du noch, wie Dir zu Muthe war, als Du Dich nur in den Fuß gehackt hatteſt? Das iſt bei den Solda⸗ ten noch gar nichts. Die gehen niemals in den Kampf, ohne


