Teil eines Werkes 
4. Theil (1858)
Entstehung
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einem und demſelben Dache zu ſeyn. Sie kamen zuſammen.

Die hervorragenden Fehler ihres Charakters berührten ſich

das Geheimniß, welches im Hauſe war, that ebenfalls das Seine und als es um und um kam, zankten ſie ſich.

Dard hatte ſchon ſeit langer Zeit zu Jaeintha geſagt: Wenn meine Großmutter ſtirbt, ſo heirathe ich Dich.«

Die Großmutter ſtarb. Dard nahm Beſitz von ihrem kleinen Eigenthum. Es dauerte nicht lange, ſo kam ein Ge⸗ richtsdiener und trieb ihn hinaus. Er war nicht ihr Erbe. Perrin der Notar, war ihr Erbe. Er hatte die Erbſchaft von ihren beiden Söhnen gekauft, die ſchon lange todt waren.

Dard hatte nicht blos das Haus und die Kuh als ſein Eigenthum betrachtet, ſondern auch lange Jahre davon ge⸗ ſprochen. Die getäuſchte Erwartung und der Spott ſeiner Ca⸗ meraden nagte an ihm.

Ich bleibe nicht an dieſem verwünſchten Orte,« ſagte er.

Joſephine ließ ihn ſofort nach Beaurepaire rufen. Er kam und ward Factotum mit einem feſten Gehalt, was für ihn etwas ganz Neues war. Jacintha wußte noch einige Nebenbeſchäftigungen für ihn ausfindig zu machen. Sie ſchnallte ihm eine Bürſte auf ſeinen rechten Fuß und ließ ihn damit auf dem eichenen Fußboden herumtanzen und nach einigen Proben ließ ſie ihn auch bei Tiſche aufwarten. Wie ſchob er die Teller hin und her! und wenn er einer Dame ein Gericht brachte und ſie nicht ſogleich auf ihn achtete, ſo ſtieß er ſie an den Ellbogen, um ihre Aufmerkſamkeit zu erwecken. Dann erſchrak ſie und quickte und er lachte über ihre doppelte Ab⸗ geſchmacktheit, ob einer ſo gelinden Berührung zu erſchrecken