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nach einer Weile hinzu:„Eduard, Sie haben Anlage zu
Eiferſucht.*„
„Nicht im mindeſten, Laura, das verſichere ich Ihnen. Ich habe viele Fehler, aber eiferſüchtig bin ich nicht.“
„Ja, Sie ſind es und auch argwöhniſch ſind Sie. Es liegt etwas in Ihrem Charakter, was mich um Ihr Glück be⸗ ſorgt mocht.*
„Es gibt Dinge in Ihrer Handlungsweiſe, Laura, die ich erklärt zu ſehen wünſchte.«
„Da haben wir's! Sagte ich es nicht? Sie haben kein Vertrauen zu mir.«
„O, ſagen Sie das nicht, liebe Laura, ich habe alles nur mögliche Vertrauen zu Ihnen. Nur verlangen Sie nicht von mir, daß ich mich meiner Sinne und meines Verſtandes
entſchlagen ſolle.«
„Ich verlange keineswegs, daß Sie dies oder irgend et⸗ was Anderes für mich thun ſollen— ganz nach Ihrem Be⸗ lieben.*
„Was das nun wieder für Reden ſind! Kann ich denn niemals ein Wort in Frieden mit Ihnen ſprechen?“
„Ich werde jetzt hinaufgehen zu meiner Schweſter.*
„Die arme Madame Rahnal, ſie macht es mir ſehr hart, ihr nicht gram zu ſeyn.«
„Gram? meiner Joſephine?« rief Laura die Stirn runzelnd.
„Sie iſt ein Engel, aber ich würde ſelbſt einen Engel
haſſen, wenn er ſich fortwährend zwiſchen Sie und mich
ſtellte.«
„Entſchuldigen Sie, ſie war eher da als Sie. Sie ſind es, der ſich jetzt zwiſchen ſie und mich ſtellt.« „Ich bin gekommen, weil man mir ſagte, ich würde


