Teil eines Werkes 
4. Theil (1858)
Entstehung
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hergekommen ſeyn,« ſagte Eduard in ernſtem Tone.

ſcheinender Gleichgiltigkeit.

Eduard ſah ſie an.

»Ich werde nach Frejus reiſen.«

»Das würde ich auch thun, ſagte Jacintha etwas unſi⸗ cher, aber nicht auffällig.»Vielleicht begegnen Sie ihnen unter⸗ wegs wenn ſie nemlich auf demſelben Wege kommen es führen zwei Straßen nach Frejus, wiſſen Sie?«

Eduard zögerte, ſchickte aber endlich Dard auf ſeinem

eigenen Pferde nach der Stadt mit dem Befehl, es in dem

Gaſthofe zu laſſen und ein friſches Pferd zu leihen.

»Ich werde gerade Zeit genug haben« ſagte er. So⸗ mit ritt er nach Frejus und erkundigte ſich in allen Gaſthöfen und auf der Poſt nach Fräulein von Beaurepaire.

Niemand kannte ſie. Dann fragte er nach Madame Ray⸗ nal. Auch dieſer Name war nicht bekannt. Er ritt ein Stück an der Meeresküſte hin, in der Hoffnung, daß ſie ihn ſehen würden aber nein. Er paradirte zu Pferde im ganzen Städtchen umher und hoffte jeden Augenblick, daß ein Fenſter ſich öffnen und ein ſchönes Geſicht ſich herausneigen und ihm zurufen würde aber nein!

Endlich war ſeine Zeit um und er mußte mit ſchwerem Herzen wieder nach Beaurepaire zurückreiten.

Er erzählte mit einiger ganz natürlichen Gereiztheit der Baronin, was geſchehen war. Sie erſtaunte darüber eben ſo ſehr als er.

»Ich ſchreibe an Madame Raynal poste restante

Frejus.*

Und Madame Rahnal bekommt Ihre Briefe?«

»Höchſt wahrſcheinlich,« entgegnete Jacintha mit an⸗