Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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treuen Dienerin ſinken und erzählte ihr unter vielem Schluch⸗ zen die Geſchichte, die ich meinen Leſern bereits erzählt habe.

Sie erzählte ſie ſehr kurz, denn ſie erzählte ſie einem Mädchen, welches, obſchon nur geringe Bildung, doch einen hohen Grad von Gefühl und Scharfſinn beſaß und nur die nackten Thatſachen bedurfte. Alles Uebrige konnte ſie aus ihrem eigenen Herzen und ihrer eigenen Erfahrung hinzufü⸗ gen. Sie konnte ſich den Sturm von Gefühlen denken, wel⸗ chen dieſe beiden unglücklich Liebenden durchgemacht haben mußten.

Ihre häufigen, Mitleid und Theilnahme verrathenden Seußzer bewogen Joſephinen, ihr ganzes Herz auszuſchütten. Als ſie mit ihrer Geſchichte zu Ende war, athmete ſie wie aus erleichtertem Herzen auf.

»Es hätte noch ſchlimmer ſeyn können,« ſagte Jacintha. Ich dachte auch, es wäre ſchlimmér ich Rärrin ich verdiente, daß man mir den Kopf abhackte.«

Nun war die Reihe des Erſtaunens an Joſephinen.

Es hätte noch ſchlimmer ſeyn können?« ſagte ſie.Aber wie denn? Sage mir doch das!« ſetzte ſie in bitterem Tone hinzu.»Es wäre ein Troſt für mich, wenn ich dies einſehen könnte.

Jacintha erröthete und umging die Frage und bat Jo⸗ ſephinen weiter zu erzählen ihr nichts zu verſchweigen. Jo⸗ ſephine verſicherte ihr, ſie habe ihr Alles offenbart.

Jacintha ſah ſie einen Augenblick lang ſchweigend an.

Iſt es denn alſo, wie ich halb vermuthete?«

Was?*

Sie wiſſen alſo nicht, was Ihnen alles bevorſteht? Sie ſehen nicht ein, warum ich jenen alten Mann fürchte?

Nein.*