Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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Laura war hiemit einverſtanden und die Verſchworenen ſaßen da und warteten auf die Baronin. Endlich als ſie nicht kam, erhob ſich Laura, um zu ihr zu gehen.

Wenn man einmal einen Entſchluß gefaßt hat, ſo nützt es nichts, die Ausführung desſelben feig zu verſchieben,« ſagte ſie mit feſter Stimme. Dennoch aber war die Röthe faſt voll⸗ ſtändig von ihrer Wange weggewichen, als ſie mit dieſem Ent⸗

ſchluß ſich von ihrem Stuhle erhob.

Als Laura den langen Salon hinabſchritt, um den ver⸗ einten Entſchluß auszuführen, traf es ſich, daß Jacintha zur Thür hereinſchaute. Nachdem ſie ſich ſchnell umgeſchaut um zu ſehen, wer zugegen wäre, wartete ſie, bis Laura auf ſie zukam und dann zog ſie einen Brief unter ihrer Schürze her⸗ vor und gab ihn ihr.

Ein Brief an die gnädige Frau Baronin,« ſagte ſie mit geheimnißvoller Miene.

Nun, warum trägſt Du ihn dann nicht zu ihr?

Ich dachte, Sie würden ihn erſt ſehen wollen, Fräu⸗ lein,« ſagte ſie mit ruhiger Bedeutſamkeit.

Es iſt ein Brief an unſere Mutter. Joſephine,« ſagte Laura,weiter nichts.*

Iſt er von dem guten Doctor?« fragte Joſephine.

Nein, gnädiges Fräulein,« ſagte Jacintha.Wiſſen Sie denn noch nicht, daß der Doctor wieder da iſt? Er iſt ſchon ſeit ziemlich einer Stunde im Hauſe. Er iſt bei der gnä⸗ digen Frau.«

In dieſem Augenblick trat der Doctor herein.