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willigte Joſephine ein, doch mußte Laura ſich anheiſchig ma⸗ chen, dieſe ſchwierige Miſſion zu übernehmen. „Auf dieſe Weiſe wirſt Du Dich wenigſtens mit Mama ausſöhnen,« machte Joſephine vorſtellig,„und nun wollen wir hineingehen und es thun, ehe uns der Muth wieder entſinkt. 3 Außerdem wird es auch gleich anfangenzu regnen und es iſt kalt 1 geworden. Wo ſind nur auf einmal alle dieſe Wolken herge⸗ kommen? Vor einer Stunde noch war auch nicht eine einzige ² zu ſehen.*
Sie gingen mit zögernden Schritten und ſchuldbewußten Blicken in den Salon. Ihre Mutter war nicht da. Dies war 6 eine Friſt.
Laura hatte eine Idee. »Nein,« ſagte ſie,„hier will ich es ihr nicht ſagen. Ich
will ſie bitten, mit mir einen Spazirgang zu machen und dann werde ich ſie in die Capelle führen und ihr das Monument zeigen und dann wird ſie ſich über den armen Camill ſehr 5 freuen und dann will ich es ihr ſagen. Wenn ihr Herz weich ge⸗ worden iſt, werde ich damit anfangen, ihr das Elend zu ſchil⸗ dern, welches Ihr Beide zu ertragen gehabt, und wenn ſie dann Euch bemitleidet, dann werde ich ihr beweiſen, daß nur durch meine Schuld eurem Elende durch eine geheime Vermälung ein Ende gemacht ward.« »Ach, Laura, Du biſt mein Schutzengel. Ich ſchaudere vor dem, was uns bevorſteht. Es iſt ſehr gut von Dir, daß Du den Sprung für uns in die kalte Flut thuſt. Indeſſen, der morgende Tag muß kommen. Morgen werden wir dann keine angenommene Rollen mehr ſpielen oder unſer Herz 1 vor unſerer Mutter verbergen. Es wird wie eine Rückkehr zur Natur ſeyn, wenn wir wieder ganz offen gegen ſie ſind, wie
Gcheeiheht
wir bis voriges Jahr zu ſeyn pflegten.« *


