Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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Nicht in der Kirche?« wiederholte die Baronin und glaubte, der Notar erlaube ſich einen unpaſſenden Scherz mit ihr.

»Nein. Der Staat vermält jetzt ſeine Bürger, und mit gutem Grund, denn die Ehe iſt ein Civilcontract.«

Die Ehe ein Civilcontract!« wiederholte die Baronin. »Wie, iſt es denn nicht mehr eines der heiligen Sacramente? Welche Läſterung ſteht dann zunächſt bevor? Unglückliches Frankreich! Joſephine, ein ſolcher Contract würde in meinen Augen niemals eine Ehe ſeyn, und was würde aus einem Bündniß werden, welches die Kirche nicht geſegnet hat?«

»Madame,« ſagte der Notar,die Kirche kann es im⸗ mer noch ſegnen, aber nur der Maire kann es auf giltige Weiſe vollziehen.*

Meine Tochter! meine arme Tochter!«

Während dieſer ganzen Zeit war Joſephine feuerroth und ſchaute bald da⸗, bald dorthin, wie von dem unwillkür⸗ lichen Wunſche beſeelt, zu fliehen und ſich, gleichviel wo, un⸗ gefähr eine Woche lang zu verbergen.

Ha, ha, ha! rief Rahnal lachend,das iſt eine ſchöne Mutter! Will ihre Tochter auf ungeſetzliche Weiſe in einer Kirche vermälen laſſen, anſtatt auf geſetzliche Weiſe in einem Hauſe. Geben Sie mir das Teſtament.«

Picard überreichte ihm das Document.

Schauen Sie her, Schwiegermutter. Ich habe Beaure⸗ paire meinem rechtmäßigen Weibe vermacht.«

Außerdem,« ſchaltete Picard ein,würde es im Falle ſeines Ablebens auf ſeinen anderweitigen geſetzlichen Erben übergehen.«

Und dieſer würde Euch die Thür weiſen, was aber meiner Abſicht durchaus nicht entſpricht. Hier ſteht der einzige