Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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Dann muß ich hier eine halbe Stunde ausruhen und hernach zu Fuße weiter gehen.«

Der Wirth führte ihn in ein Zimmer. Es hatte ein gro⸗ ßes Fenſter, welches auf die Straße ging.

Rücken Sie mir ein paar Stühle hierher, damit ich mich darauf niederlegen kann, und öffnen Sie das Fenſter. Es iſt mir wie ohnmächtig.«

Das macht, weil Sie noch nicht gefrühſtückt haben.«

»Gut, bringen Sie mir eine Omelette und eine Flaſche Rothwein und öffnen Sie erſt das Fenſter.«

Er legte ſich an dem Fenſter nieder. Die friſche Luft be⸗ lebte ihn wieder und er ſchaute hinaus auf die wohlbekannte kleine Gaſſe, die er ſeit Jahren nicht geſehen. Mit großem Intereſſe erwartete er, zu ſehen, welche Geſichter er erkennen würde und welche für ihn neu wären.

Der verwundete Held fühlte ſich müde und matt, aber glücklich, ſehr, ſehr glücklich!

III.

Der Ehecontract war vollzogen und von den Zeugen mit unterſchrieben.

»Nun in die Kirche!« rief die Baronin heiter.

»In die Kirche! Wozu denn?« fragte Raynal.

»Nun, ſoll denn die Trauung nicht heute Morgen ſtatt⸗ finden?«

»Was ſagen Sie?«

»Wie ich bemerke,« miſchte der Notar Picard ſich ein, »iſt die Frau Baronin von der Veränderung, die in unſern Geſetzen vorgegangen iſt, nicht unterrichtet. Die Trauungen werden jetzt nicht mehr in der Kirche vollzogen.«