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»Allerdings.
„Wohlan, wenn ich Ihr Gatte bin, werde ich Ihnen befehlen, bei Ihrer Mutter und Schweſter zu bleiben, wäh⸗ rend ich nach Egypten gehe.«
„Wie Sie wünſchen, mein Herr.«
»Wenn ich aus Eghpten zurückkomme und Sie mir, nachdem wir eine Weile bei einander gelebt haben, denſelben Vorſchlag machen, ſo werde ich gern darauf eingehen. Dies⸗ mal aber bleiben Sie, wo Sie ſind. Sehen Sie Ihre Schwe⸗ ſter an— noch ein Wort und die Heulerei geht los. Uebri⸗ gens gefällt es mir von Ihnen, daß Sie mir dieſes Anerbie⸗ ten gemacht haben.*
*
Am nächſtfolgenden Tage Schlag neun Uhr fuhren zwei Wagen an dem Schloſſe vor. Die Damen ließen Raynal war⸗ ten und brachten dadurch ſeine Zeiteintheilung mit einem Male in Unordnung. Er ſtampfte mit den Füßen, drehte ſich den Schnurbart und fluchte. Es war eine für ihn ganz neue Qual, nicht pünktlich ſeyn zu können. Jaeintha ſagte den Damen, wie wüthend er ſey, und dies machte ſie ängſtlich, und ihre Finger irrten krampfhaft unter Hafteln, Schleifen und dergleichen Dingen umher.
Erſt halb zehn waren ſie fertig..
Wohl wiſſend, daß ſie ausgeſcholten zu werden verdien⸗ ten, ſchickten ſie Joſephinen zuerſt hinunter. Sie kam dem ehrlichen Soldaten in ihrem ſchneeweißen Kleide, mit dem Perlenſchmuck(ein Erbſtück) und ihrem getheilten Brautſchleier mit der zauberiſchen Röthe bewußter Schönheit auf den Wan⸗ gen ſo ſtrahlend und ſo blendend entgegen, daß er anſtatt ſie auszuſchelten unwillkürlich ausrief:
Wer lieben will. III. 2


