Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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unſere Hochzeit hinausgeſchoben auf wie viele Jahre ſag⸗ ten Sie?«

»Nein, er hat ſie beſchleunigt.«

»Und nachdem ich mir faſt die Finger zernäht! Beſchleu⸗ nigt was meinen Sie damit?«

Ich meine, die Hochzeit ſollte in einer Woche ſeyn und nun wird ſie morgen um zehn Uhr ſtattfinden das nenne ich doch beſchleunigt!«

»Wie? morgen?« riefen die drei Damen wie aus einem Munde.

»Ja wohl, morgen. Weshalb glauben Sie wohl, daß ich Paris geſtern verlaſſen habe, nicht blos Paris, ſondern auch meine Pflichten?«

Sie? fragte Joſephine ſchüchtern.Sie haben dieſen weiten Weg gemacht und Ihre FPflichten verlaſſen, blos um mich zu heirathen?

Und ihre Miene verrieth einen gewiſſen Grad von Freude.

»Nun, ich dächte, Ihr Beſitz verlohnte ſich noch einer weit größeren Mühe,« ſagte Raynaleinfach.Ueberdies hatte ich mein Wort gegeben und mein Wort halte ich ſtets.«

»Ich auch,« ſagte Joſephine ein wenig ſtolz.Ich werde nicht davor zurücktreten, wenn Sie darauf beharren, aber ich bekenne, daß ein ſolcher Vorſchlag mich überraſcht. So plötz⸗ lich keine Vorbereitungen keine Zeit zum Ueberlegen kurz wo ſo viele Schwierigkeiten im Wege ſtehen, daß ich Sie bitten muß, die Sache nochmals zu bedenken.«

»Schwierigkeiten!« rief Raynal in heiter verächtlichem Tone.Es gibt keine, wenn Sie nicht welche machen. Schwie⸗ rigkeiten! ha! ha! ha! Wir vollbringen an jedem Tage unſe⸗

res Lebens weit ſchwierigere Dinge als dieſes. Binnen drei⸗ zehn Minuten überſchritten wir die Brücke von Arcole und