Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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In Beaurepaire fertigte und änderte man Hochzeits⸗ kleider. Laura war aufgeregt und ſelbſt Joſephine nahm ein ruhiges Intereſſe daran. Die Toilette ſinkt bei dem ſchönen Geſchlechte niemals zu etwas ganz Unbedeutendem herab. Die Stühle und Tiſche waren mit Kleidern bedeckt und der Fuß⸗ boden mit allerhand Stoffen und Aufputz beſtreut.

Ich wünſchte, Du dächteſt mehr an das, was Du an⸗ ziehen willſt,« ſagte Joſephine.

Das thue ich auch,« ſagte Laura,aber das iſt egoi⸗ ſtiſch von Dir. Du willſt immer deinen Willen haben und eher an alle Andere denken als an Dich ſelbſt. So lange ich aber hier bin, darf das nicht geſchehen, denn ich bin die Herrin.«

Das macht Dir ja auch Niemand ſtreitig.«

Ich möchte es auch Niemanden rathen! Aber auch ein wenig fleißiger mußt Du ſehn. Wir haben jetzt nur noch fün Tage bis zur Hochzeit und ſieh nur, was für eine Menge Ar⸗ beit wir noch da liegen haben.

Es war drei Uhr Nachmittags. Die Baronin hatte ſich zu ihren Töchtern geſellt und erzählte ihnen, was ſie bei ihrer Vermälung unter Ludwig XV. getragen mit einer für Männer in der That wunderbar ſcheinenden Treue des Gedächtniſſes, als der Commandant Raynal hereingeprallt kam wie ein Kano⸗ nenſchuß und in ſteifer militäriſcher Haltung mitten unter ihnen ſtand.

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