Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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Ich glaube, ich werde Sie noch einmal rufen laſſen, Capitän,« ſagte er.»Wo bleiben Sie in Paris? Rirgends. Excellenz. Ich verlaſſe Paris, ſobald ich ein ruhig gehendes Pferd finden kann.« Aber General Bertaux ſchreibt mir, Sie ſeyen ver⸗ wundet.*

Ein wenig.«

Aber Capitän, handeln Sie dann auch klug und ge⸗ recht gegen ſich ſelbſt und Ihre Freunde?s

Ja, Excellenz, ich bin es denen ſchuldig, welche mich viel⸗ leicht todt glauben.«

Sie können ja an ſie ſchreiben.«

Eine ſo heilige Freude gönne ich einem Briefe nicht. Nein, nach Allem, was ich gelitten, will auch ich es ſehn, der ihr zuerſt ſagt, daß ich mein Wort gehalten. Ich verſprach ihr zu leben und ich lebe.«

Ihr? Nun weiß ich wie die Sache ſteht und ſage kein Wort weiter, Capitän. Nur ſagen Sie mir, welche Straße Sie einſchlagen.*

Die Straße, welche nach der Bretagne führt.«

Während der junge Offizier in leichtem Schritt dahin ritt und Paris ungefähr ſchon anderthalb Meilen hinter ſich hatte, hörte er plötzlich raſche Hufſchläge hinter ſich und her⸗ angaloppirte ein Adjutant und zog den Zügel an, ſo daß ſein Pferd ſich beinahe auf die Hanken ſetzte.

Er überreichte dem langſamen Reiter ein großes mit dem franzöſiſchen Wappen geſiegeltes Couvert Der Empfän⸗ ger riß es auf es enthielt ſein Oberſtenpatent. Seine Wange ward dunkelroth und ſeine Augen funkelten vor Freude.

Der Adjutant gab ihm hierauf ein zweites Packet.