Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ich kann lieben, wie Wenige von Euch eines von beiden können.« 4

Der General bemühte ſich, ihn zu überreden, in Bayonne zu bleiben, bis ſeine Wunde vollſtändig geheilt wäre.

Nein, General, ich habe noch andere Wunden zu hei⸗ len, die älter ſind als dieſe.«

»Paris iſt aber eine weite Reiſe für einen Verwun⸗ deten.*

»Sagen Sie für einen höchſt unbedeutend Verwun⸗ deten.*

Wohlan, verſprechen Sie mir, einen Monat in Paris zu bleiben.*

»General, ich werde nur eine Stunde in Paris bleiben.*

Eine Stunde!! Nun dann melden Sie ſich wenigſtens im Kriegsminiſterium und übergeben Sie dieſen Brief.«

Das werde ich thun, mein General.

Noch denſelben Nachmittag lag der junge Offizier in den Pelzmantel des Gouverneurs gewickelt, der Länge lang in dem Coupé der Diligence ausgeſtreckt und rollte Tag und Nacht der Hauptſtadt entgegen.

Er erreichte ſie müde und matt und fieberhaft in Folge ſeiner Wunde, ſein Geiſt aber war ſo unbezähmbar wie je.

Er begab ſich mit dem Brief des Gouverneurs in das Kriegsminiſterium. Sein Erſcheinen rief einige Senſation her⸗ vor und mehre Beamte kamen nach einander auf ihn zu und ſprachen einige höfliche Worte mit ihm. Endlich ließ zu ſeiner Ueberraſchung der Miniſter ſelbſt ſagen er wünſche ihn zu ſprechen. Der Miniſter richtete mehre Fragen an ihn und' ſchien ſich zu intereſſiren und durch ſeine Erzählung ergriffen zu werden.