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ren, daß ich dieſes zarte Geſchöpf mit in den Krieg nehmen wollte? Doch es wird gar nicht einmal ein wirklicher Krieg ſeyn— es wird eine Hetze auf Egypter und Araber— der heiße Sand würde ſie ja gleich den erſten Tag erſticken.«
„Ach, mein guter Herr Raynal, Sie wollen ſie alſo nicht von unſerer Seite reißen?«
„Nein, Sie verſtehen mein Manöver nicht. Ich habe keine Familie. Ich bewerbe mich daher um eine Frau, die mir auch gleich eine Mutter und eine Schweſter zubringt. Sie werden beiſammenleben, ganz wie zeither, nur müſſen Sie mir geſtatten, einer der Ihrigen zu ſeyn, wenn ich zu Hauſe bin.*
„Und wie oft wird das geſchehen?«
„Das kann ich nicht wiſſen. Ueberdies iſt es eben ſo wahrſcheinlich, daß ich in Egypten meinen Tod finde als nicht. Sie ängſtigen ſich daher ganz umſonſt, meine kleine Dame.«
Raynal ſprach dieſen letzten Troſtgrund in einem ſo lauten und heitern Tone, als wenn er eine frohe Rachricht verkündete.
„Das verhüte der Himmell« rief Laura.»Und er wird es verhüten, denn nun werde auch ich für Sie beten. Ach, mein Herr, verzeihen Sie mir.«
„Ja, ich verzeihe Ihnen— doch halt; was ſoll ich Ih⸗ nen denn verzeihen?“
„Was Sie mir verzeihen ſollen? Daß ich Ihren Werth nicht ſogleich in ſeinem ganzen Umfange erkannt habe. Sie ſind der rechte Mann für meine Schweſter. Sie liebt zu ge⸗ horchen— und Sie ſind geboren, um zu befehlen. Uebrigens denkt ſie auch niemals an ſich ſelbſt. Jeder andere Mann als Sie würde ihre Gutmüthigkeit mißbrauchen, aber Sie ſind zu großmüthig, um dies zu thun. Ferner ſtehen Sie bei ihr in der höchſten Achtung.“


