„Um ſo ſchlimmer für mich. Ich bin nicht nach Ihrem Geſchmack.*
„Sagen Sie das nicht, mein Herr.“
„O es iſt kein Verbrechen, mich nicht leiden zu können. Von Fünßzigen gefalle ich vielleicht kaum Einer. Ha, ha, hal Wir können nicht Alle guten Geſchmack haben.«
„Aber mir gefallen Sie, Herr Raynal.*
„Nun, warum wollen Sie dann nicht zugeben, daß ich
Ihre Schweſter heirathe?“
„Ich habe noch nicht feſt beſchloſſen, daß Sie ſie nicht heirathen ſollen.« „Um ſo beſſer.“
„Ich glaube, Sie werden mich für ſehr unft lich, für ſehr egoiſtiſch halten und Sie ſind nicht der Einzige. der mich ſo nennt.*
„Egoiſtiſch? Ich weiß nicht, was Sie meinen.
„O ja, Sie wiſſen es. Sie wiſſen nicht, was ich fühlen muß, ich, die ich meine Schweſter liebe wie kein Mann ſie jemals lieben kann, ich, deren Herz mein ganzes Leben lang mit ihr eins geweſen iſt. Und nun kommt ein Fremder und nimmt ſie mir weg, als ob ſie nichts wäre.*
„Na, das iſt zu toll!s rief Raynal gutmüthig.»Aller⸗ dings bin ich, wie Sie ſagen, verhältnißmäßig ein Fremder, aber doch nicht ſo, als wenn ich die Abſicht hätte, Sie von einander zu trennen.“
„Sie wollen uns nicht trennen— wenn Sie ſie mit nach Egypten nehmen?«
„Ich werde ſie nicht mit nach Egypten nehmen.*
„Ja, Sie werden es, Sie wiſſen auch, daß Sie es thun werden.“
„Was, halten Sie mich denn für einen ſolchen Barba⸗ *


