Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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Ich bin zufriedengeſtellt. Nur noch eine einzige Frage und ich bin fertig. Geſetzt, es ſolle ſich herausſtellen, daß Camill nicht ganz wie ſoll ich ſagen nicht ganz zu verdammen wäre?s

Dann ſoll die ganze Welt mich nicht von ihm trennen. Aber warum marterſt Du mich durch eine ſolche Frage? Ha, ich ſehe o Himmel, Du haſt etwas gehört ich war blind. Deshalb willſt Du mich von dieſer unnatürlichen Ver⸗ bindung retten! Du willſt mir die gute Rachricht allmälig beibringen. Dies iſt nicht nöthig. Raſch raſch theile ſie mir ganz mit. Ich habe drei Jahre gewartet. Ich bin des Wartens müde. Warum ſprichſt Du nicht? Warum ſagſt Du mir es nicht? Dann will ich Dir's ſagen: Er lebt er iſt wohl er kommt! Er war nicht der, welchen jene Soldaten ſahen ſie waren zu weit entfernt. Wie konnten ſie mit ſol⸗ cher Gewißheit ſprechen! Sie ſahen eine Uniform, aber kein Geſicht. Vielleicht iſt er gefangen geweſen und hat nicht ſchrei⸗ ben, eben ſo wenig als kommen können. Aber jetzt kommt er. Warum ſtöhnſt Du? warum wirſt Du bleich? Ach, ich ſehe, ich habe mich abermals getäuſcht. Ich war von Sinnen. Er, den ich liebe, iſt immer noch ein Verräther an Frank⸗ reich und an mir und ich bin elend für immer. O, daß ich todt wäre l o, daß ich todt wäre! Nein, ſprich nicht mit mir achte nicht auf mich. Dieſer Wahnſinn wird vorübergehen, wie er früher vorübergegangen iſt, und ich werde wieder da⸗ ſtehen, wie eine Todte unter den Lebenden und ſo iſt es auch am beſten. O, meine Schweſter, warum erweckteſt Du mich aus meinem Traum? Ich trieb ſo friedlich, ſo ruhig

und ſo ſchmerzlos über das todte Meer des Herzens nach den lebendigen Waſſern der Dankbarkeit und⸗ Pflicht. Ich ſtand im Begriff, mehr als eine würdige Seele glücklich zu machen,