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den. Ich werde dann blos drei Worte zu dieſem Raynal ſa⸗ gen, die der Sache ſofort ein Ende machen. Ich überlaſſe Dir, zu errathen, was für drei Worte es ſeyn werden.«
„Meine arme Laura,«entgegnete Joſephine,„Du wirſt nichts ſagen, denn wenn Du es thuſt, ſo werden meine ter und Herr Raynal darunter leiden. Was mich betrifft, ſchmerzt es mich, ihn abzuweiſen, aber ich hätte nichts dagegen, von ihm abgewieſen zu werden.“
„O dieſe ungeheuerliche, dieſe ſteinharte Gleichgiltigkeit! Ich drohe nun nicht mehr, ich bitte. Meine Schweſter, ſey offen gegen mich, wenn ich nicht etwa deine Liebe verloren habe.*
„Ich will mit Dir ſprechen, Laura, wie mit einem Engel.*
„Dann laß mich das Innerſte deines Herzens ſehen.*
„Wie kann ich das?“
„Wie meinſt Du es7*
„Ich kann mein eigenes Herz nicht ergründen.“
„Joſephinels
„Deine Liebe oder die unſerer Mutter oder die Herrn Raynal's oder ſonſt eines Menſchen kann ich ergründen, aber nicht meine eigene. Kannſt Du es mit der deinen thun?*
„Wohlan denn, beantworte mir blos eine Frage, und ich will in deinem Herzen leſen: Wenn Camill Dujardin auf der einen und Herr Raynal auf der andern Seite ſtünde und Beide deine Hand verlangten, welchen würdeſt Du nehmen?
„Das wird niemals geſchehen. Weſſen Hand ich ergrei⸗ fen würde, fragſt Du? Sicherlich nicht die des Mannes, den ich verachte. Achtung kann zur Liebe reifen, aber womit müßte Verachtung enden?“


