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wirklich über mich ſelbſt? Würde ſie glücklich ſeyn und ſtehe ich ihr im Wege?⸗
Sie bat ihre Schweſter, mit ihr einen Spozirgang im
Park zu machen, um gegen alle Unterbrechung geſichert zu ſeyn.
„Ich weiß nicht, was ich denken ſoll,“ hob ſie an.»Ich verſtehe meine eigene Schweſter nicht. Warum biſt Du ſo ru⸗ hig und kalt, während ich von der martervollſten Ungeduld gequält werde? Haſt Du einen Entſchluß gefaßt, ohne ihn dei⸗ ner Laura anzuvertrauen.“
„Nein, liebe Laura,“ entgegnete Joſephine,»ich bin kaum eines Entſchluſſes fähig. Ich laſſe mich von der Strö⸗ mung treiben.“
„Aber was ſoll daraus werden?“
„Das weiß ich nicht.“
„Wirſt Du denn Herrn Rahnal heirathen? Beantworte mir dieſe Frage.*
„Ich würde mich nicht wundern, wenn er mich hei⸗ rathete.*
„Aber Du haſt ja nein geſagt.“
„Ja, einmal hab' ich nein geſagt.“
„Und biſt Du nicht geſonnen, es nochmals zu ſagen?*
„Was würde es nützen? Du hörteſt ihn ſelbſt ſagen, daß er ſich dadurch nicht abweiſen laſſen würde. und er iſt mir zu gleichgiltig, als daß ich auf meinem Worte beharren
ſollte.* „Aber wenn er Dich nun unaufhörlich beläſtigt?“ „Ja, er iſt wie Du— ganz Energie, zu allen Stun⸗
den. Ich habe ſo wenig, wo mein Herz betheiligt iſt. Er ſcheint einen Wunſch zu haben. Ich habe nach keiner Richtung hin einen Wunſch und mein Gewiſſen ſagt: Heirathe ihn.“


