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nur können Sie nicht ſehen und wollen nicht glauben, wie— ich— liebe!s rief er, indem ihm die Thränen in die Augen traten.
„Junger Mann,« rief die Baronin,„wenn Sie wei⸗ nen, ſo ſchicke ich Sie ſogleich fort. Man ſollte meinen, ich wäre grauſam, aber ich bin es nicht— ich bin blos bei mei⸗. nen fünf Sinnen, aber dieſer junge Mann iſt es nicht. Vor allen Dingen kann ſo etwas⸗ gar nicht auf dieſe Weiſe abge⸗ macht werden. Die erſte Annäherung hat nicht durch den Bewerber ſelbſt ſondern durch ſeine Eltern zu geſchehen. Dieſe eröffnen die Unterhandlung mit den Eltern der jungen Dame.«
»Aber, gnädige Frau, ich bin gar nicht ſo glücklich, Eltern zu haben.«
»Wie, Sie haben keinen Vater mehr?«
»Nein, gnädige Frau. Ich kann mich nicht einmal auf ihn beſinnen.«
„Auch keine Mutter?«
»Nein, gnädige Frau, auch dieſe ſtarb vor fünf Jah⸗ ren. Fräulein Joſephine kann Ihnen ſagen, was ich an die⸗ ſem Tage verlor. Wenn ſie noch lebte, ſo wäre ſie ungefähr in Ihrem Alter. Ach, gnädige Frau, Sie können überzeugt ſehn, daß ſie nicht mehr lebt denn ſonſt würde ich nicht ſo allein vor Ihnen knien. Sie würde zu Ihnen kommen und ſagen:„Gnädige Frau, Sie ſind Mutter wie ich. Setzen Sie ſich an meine Stelle— mein Sohn liebt Ihre Tochter— er wird ſterben, wenn Sie ihn zurückweiſen. Haben Sie Mitletd mit meinem Sohn. Ich kenne ihn— er iſt Ihrer Güte nicht unwürdig« O, Fräulein Joſephine, ſprechen Sie ein Wort für mich, für mich, der ich weniger glücklich als Sie keine Mutter mehr habe— für mich, der ich ſo ungeſchickt ſpreche


