Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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und der ich doch ſo gut ſprechen ſollte. Ich werde zurückgewie⸗ ſen werden durch meine eigene Schuld denn mein Herz iſt voll, aber meine Zunge iſt machtlos. Ach, meine Mutter, warum ließeſt Du mich allein auf der Welt!

Die Baronin erhob ſich von ihrem Sitz und wendete das Geſicht ab.

Riviere erwartete vor Aufregung zitternd ſein Urtheil und wünſchte ganz anders geſprochen zu haben, als er geſpro⸗ chen hatte. Er ſah, daß die Baronin ebenfalls zu zittern ſchien, aber er wußte nicht, wie er dies deuten ſollte.

Ihre Worte haben mich in einige Aufregung verſetzt, hob ſie endlich an.»Verlaſſen Sie mich jetzt, junger Mann. Ich will Ihnen meine Antwort ſchriftlich ſenden.

Dieſe letzten Worte wurden in viel freundlicherem Tone geſprochen, als die früheren, und Eduards Hoffnung ſtieg.

Ja, gnädige Frau,« ſagte er unſchuldig,ſo iſt es mir auch lieber. Ich danke Ihnen von Grund meines Herzens.*

Mitten in ſeiner Dankſagung aber ſtockte er, denn zu ſeiner Ueberraſchung nahmen die Augen der Baronin plötzlich den Ausdruck des Schreckens und Erſtaunens an. Er drehte ſich herum, um zu ſehen, was die Urſache ſey, und erblickte in einiger Entfernung hinter ſich Joſephinen, die ihre Mutter mit flehenden Blicken anſah und mit ſtummer Bitte und naſ⸗ ſen Wangen ihre gefalteten Hände emporhob.

Als ſie ſich entdeckt ſah, verſuchte ſie keine fernere Ge⸗ heimhaltung, ſondern kam mit noch immer gefalteten Hän⸗ den näher.

»O nein, meine Mutter!« Dann wendete ſie ſich zu Eduard und ſagte:Sehen Sie denn nicht ein, daß ſie Ihnen brieflich eine abſchlägige Antwort ertheilen will, weil Sie