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Ein Gelächter wie von ſilbernen Glöckchen erſcholl auf Koſten des armen Doctors. Er verzog aber keine Miene.
»Erlauben Sie mir, Sie an die hauptſächlichen Gründe zu erinnern, die ich für Geſtattung der Beſuche meines Freun⸗ des, des Herrn Eduard Rivière, in dieſem Hauſe geltend ge⸗ macht habe.«
„Dann haben wir wohl jetzt eine ſogenannte Recapitu⸗ lation von Ihnen zu erwarten?« bemerkte die Baronin trocken.
„Ja wohl.*
»So wie ſie gewöhnlich der endlichen Beſeitigung eines erſchöpften Themas vorausgeht?⸗
»Oder die es dem intelligenten Zuhörer begreif⸗ lich macht.*
»Vor allen Dingen iſt dieſer junge Mann gut und tu⸗ gendhaft, und zweitens liebt er mit Zartgefühl— mit ſelte⸗ nem Zartgefühl. Habe ich Recht, meine jungen Damen? Wohlan, ich erwarte Ihre Antwort— o wie feig ſind Sie! — und mit Feuer. Er brennt vor Verlangen, Ihnen Allen Gutes zu erzeigen. Nun wollen wir einmal uns ganz nüch⸗ tern fragen: befindet ſich die Familie in einer ſolchen Lage, daß ſie einen ſo vom Himmel geſandten Freund verſchmähen könnte? Werden wir eines ſchönen Tages, wenn das Schloß über unſern Köpfen verkauft iſt, nicht zu ſpät einſehen, daß Unklugheit ein Verbrechen für jeden iſt, der nicht blos für ſich, ſondern auch für theure Angehörige zu ſorgen hat? Schauen Sie den Thatſachen ins Antlitz gnädige Frau. Begreifen Sie heute, was das ganze übrige Frankreich ſchon längſt begriffen hat, daß es nemlich mit den Bourbons zu Ende iſt. Dieſer Bonaparte beſitzt in ſeinem kleinen Finger mehr Kraft als ſämmtliche Bourbons in allen ihren Fäuſten. Wenn Sie dies
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