Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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tars war gelungen. Er zeigte dem Doctor, wie er ſchon den Damen gezeigt, den Contract, durch welchen Bonard bei Vermeidung einer Conventionalſtrafe ſich verbindlich machte, die Herrſchaft Beaurepaire weder zum Verkauf bringen zu laſſen, noch ſeine Forderung an irgend Jemanden Andern ab⸗ zutreten.

Der Doctor frute ſich nicht wenig, ſchüttelte dem Notar wiederholt die Hand und führte ihn hinauf zur Baronin.

»Nun brauchen wir die Sache weiter nicht zu verheim⸗ lichen,«ſagte er,und es wäre höchſt ungerecht, wenn wir ihr nicht Gelegenheit geben wollten, ſich bei Ihnen zu be⸗ danken.«

Die Baronin empfing den Notar ziemlich kalt und förm⸗ lich, doch veränderte ſich ihr Benehmen ſehr bald. Obſchon

der Doctor die Gefahr, welcher das Schloß ſo eben entron⸗

nen, unterſchätzte, ſo ward die Baronin doch bei der bloßen Erwähnung bleich wie der Tod. Sowohl ihre Töchter als auch der Doctor bemerkten dies.

»Seltſam,« ſagte ſie,»ich hatte eine Ahnung.«

Als ſie hörte, daß die Gefahr vorüber ſey, verrieth ein tiefer Seufzer, wie ſchon die bloße Erzählung ihr faſt den Athem geraubt hatte.

»Der Himmel belohne Sie, mein Herr!« rief ſie;das letzte Mal, als Sie hier waren, ertheilten Sie mir einen Rath, der mich beleidigte, wahrſcheinlich, weil es ein kluger Rath war. Nehmen Sie heute meine Entſchuldigung an.*

»Dieſer bedarf es nicht. Ich konnte nicht anders, als Ihre Vorurtheile achten, obſchon ich darunter litt.«

»Für die Zukunft, mein Herr, rechnen Sie auf größere Aufrichtigkeit und vielleicht mehr Demuth, das heißt, wenn