Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

iſt, meine Gäſte zu empfangen. Wäre es mir aber auch nicht geſtattet, ſo würde ich es mir nehmen.*

»Es freut mich, Jemanden ſo keck von dieſem Schloſſe ſprechen zu hören.«

Ich werde Sie meiner Freundin, der Baronin, vor⸗ ſtellen.«

O Himmel!s

»Sie wird Sie empfangen, wie ein Gletſcher den Po⸗ larſtern.*

Ja, davon bin ich überzeugt. Ich fröſtle ſchon im Voraus.«

Und taub gegen mich, Ihren Vertheidiger, mit an⸗ dern Worten, taub gegen den perſonificirten geſunden Men⸗ ſchenverſtand, wird ſie dagegen Ihnen Gehör ſchenken. Meine Eitelkeit wird dadurch verletzt werden und unſere Freundſchaft ſich in Feindſchaft verwandeln.«

Rivière ſchüttelte verzagend den Kopf:

Taub gegen mich mir Gehör ſchenken wie wäre dies möglich?«

»Weil ſie ein Weib iſt ein Geſchöpf, welches ſich wohl überreden, aber nicht überzeugen läßt. Vertrauen Sie mir vertrauen Sie dem ewigen Geſetze der Natur und kommen Sie morgen um zwölf Uhr zu mir.«

Als Saint⸗Aubin das Schloß erreichte ſah er das dicke kleine Pferd an der Thür ſtehen. Er eilte in das Speiſezim⸗ mer und traf hier den Notar und die iungen Damen, Alle,

wie es ſchien, in der heiterſten Laune. Das Vorhaben des No⸗ Wer lieben will. II. 2