Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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Dame von vornehmem Stande aber ohne Vermögen hei⸗ rathen?«

Mein Herr, ich bin nicht ſo glücklich, noch Eltern zu haben, Sie müßten mir denn erlauben, Sie als meinen Va⸗ ter zu betrachten.*

Recht gern, mein lieber junger Freund! Wo iſt denn meine Doſe ah, ich habe ſie zu Hauſe gelaſſen.«

»Allerdings habe ich noch einen Onkel, Sie wiſſen aber wohl, daß man nicht verbunden iſt, einem Onkel zu gehor⸗ chen, ausgenommen vielleicht6

»Wenn ſeine Wünſche das Echo unſerer eigenen ſind dann ſind wir es.*

Ueberdies liebt mich mein Onkel wenigſtens glaube ich es.«

O das iſt unmöglich. Sie irren ſich wahrſcheinlich.«

»Sie find zu gütig, mein Herr. Ich gefalle nicht Allen, ſo wie ich das Glück habe, Ihnen zu gefallen, mein Freund. In der That aber, hat mein Onkel keinen Widerwillen gegen die Ariſtokratie.«

»Um ſo beſſer. Wohlan, mein junger Freund, ich bin zufriedengeſtellt. Der Kampf hat alſo blos in Beaurepaire ſtatt zu finden. Haben Sie Muth?*

»Ja nur iſt es zuweilen der Muth der Hoffnung, zuweilen der Muth der Verzweiflung.«

»Nun ſo kommen Sie mit dem Muth der Hoffnung mor⸗ gen zu mir.«

»Was? auf's Schloß?« rief der junge Mann in großer Aufregung.

»Ja wohl, auf das uneinnehmbare Schloß ſelbſt, wo,

ſo ungereimt es auch ſcheinen mag, mir das Recht geſtattet