Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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»Dann ſind es alſo meine Dienſtleiſtungen auf dem Schloſſe, welche mir die Ehre dieſer Beſuche verſchaffen?7«

»Ja, aber vor allen Dingen das gute Herz, welches Euch dazu bewog.*

Dard ſchwieg einen Augenblick, dann ſagte er plötzlich:

»O, was das betrifft, ſo gehöre ich allerdings nicht zu den Leuten, welche ſich vor der Arbeit fürchten. Etwas mehr oder weniger macht für mich keinen Unterſchied. Dennoch aber muß ich ausdrücklich bemerken, daß ich alle dieſe Dienſtleiſtun⸗ gen Jacintha zu Gefallen verrichtete, nicht aus Rückſicht für Sie.*

»Darnach haben wir weiter nicht zu fragen,« entgegnete Laura.Wir zogen den Nutzen von eurer Arbeit und ſind nun bemüht, uns dafür dankbar zu beweiſen. Ach, Dard, wenn wir nur ein wenig reicher wären, dann wollten wir noch weit erkenntlicher ſehn.«

»Ja, ich wünſchte ſelbſt, daß Sie die reichſten Bürger in Frankreich wären,« ſagte Dard.

Eduard begleitete die iungen Damen bis an das Thor der Plaiſance und plauderte unaufhörlich, um ihnen die Mög⸗ lichkeit abzuſchneiden, ihm Lebewohl zu ſagen und ſich auf dieſe Weiſe ſeiner zu entledigen. Sie haßten ihn deswegen nicht.

Daneben befreundete er ſich auch immer mehr mit Doc⸗ tor St. Aubin und, wie denn oft das Gegentheil von dem geſchieht, was wir erwarten, er lernte den Doctor liebgewin⸗ nen und in hohem Grade bewundern. Der alte Mann war auch in der That ein wahrer Schacht von Kenntniſſen und ſeine Geſchmacksrichtungen waren beinahe eben ſo umfaſſend als ſeine Gelehrſamkeit. An der Natur fand er vielleicht mehr Genuß als an etwas Anderem, aber er war auch eben ſo ver⸗