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»Einen Politiker, welcher ſeine Blicke gen Himmel rich⸗ tet, ſieht man nicht alle Tage,« ſagte der Doctor.
Eines Tages, als beide junge Damen und Rivieère ſich bei dem Zwiſchenträger Dard trafen, kündigte dieſer würdige Mann, der ſich bis jetzt durch die Tiefe ſeiner ſtillen Betrach⸗ tungen und durch ſein geduldiges Zuhören, wenn Jeſephine ihm aus guten Büchern vorlas, ausgezeichnet hatte, plötzlich ſeinen Wunſch an, einige Fragen zu thun.
»Wahrſcheinlich will er noch etwas von der Lebensge⸗ ſchichte der Märthrer wiſſen, von welcher ich ihm vorgeleſen,« dachte Joſephine.
»Ich möchte nemlich wiſſen,« hob Dard an,„wie es kommt, daß Sie Ariſtokraten mich ſo oft beſuchen.«
»O Dard,« entgegnete Joſephine,„wißt Ihr denn das nicht?*
„Nein, ich weiß es nicht.«
»Nun ſeht Ihr denn nicht ein, daß dies das Wenigſte iſt, was wir thun können? Bedenkt nur, wie viele kleine Dienſte Ihr uns geleiſtet habt.«
»Ja, die habe ich allerdings geleiſtet— das muß wahr ſehn.*
»Ich ſelbſt habe geſehen, wie Ihr in dem Garten arbei⸗ tetet, die Kuh füttertet, Holz ſpaltetet, ach leider einmal zu oſt, armer Schelm— und Fiſche aus dem Teiche holtet und—*
»Es iſt gut, gnädiges Fräulein! es wäre vergeblich, meine Dienſte zu zählen. Der Himmel hat keinem Menſchen Finger genug gegeben, um Alles aufzuzählen, was ich geleiſtet habe.«
»Nun dann ſehd Ihr derſelben Anſicht wie wir. Ihr habt vollen Anſpruch auf unſere Dankbarkeit.«


