Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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Es wäre ganz naturwidrig geweſen, wenn Rividre und die beiden Schweſtern einander wieder ſo fremd gewolden wären, als ſie es früher waren. 5

So oft ſie einander im Park begegneten, hatte er ſtets ein Wort für ſie bereit und ſie antworteten. Allerdings waren es nur einige flüchtige Worte, aber ſie glichen kleinen⸗Reiſern, die auf geſchickte Weiſe in die Flamme gelegt werdẽn wenn ein Feuer auflodern ſoll.

Das Factotum Dard war auch mit thätig.

Sein Schickſal war ein ſo gewaltiges, daß, ſelbſt wäh⸗ rend er verwundet in ſeinem Lehnſtuhl ſaß, eine neue kleine Dienſtverrichtung ihm aufgebürdet ward. Er ward ein Zwi⸗ ſchenträger, obſchon er nicht im Stande war, ſich zu rühren. Die Liebenden begegneten ſich bei ihm um ihn zu pflegen.

Zuerſt kamen gewöhnlich die beiden jungen Damen oder zuweilen blos Laura und dann konnte man ſeltſamerweiſe mit Sicherheit darauf rechnen, daß binnen zehn Minuten auch Eduard da war. Wie ſich dies traf, weiß ich nicht, wie es denn überhaupt ein vergeblicher Verſuch wäre, jedes ſeltſame Zuſammentreffen, welches ſich ereignet, erklären zu wollen. Lieber will ich hier erwähnen, daß der junge Mann in großer Verlegenheit geweſen war, was er mit den zwanzig Gold⸗ ſtücken anfangen ſollte.

»Sie ſind heilig,« ſagte er.

Endlich aber legte er noch zehn dazu und kaufte dafür ein neues ausgezeichnetes Fernrohr. Die Wiſſenſchaft gab durch ihr Organ, den Doctor Saint⸗Aubin, ihren Beifall mit dieſem Kaufe zu erkennen und verſprach ſich viel von einem jungen Mann, der ſeine Wohnung in ein Obſervatorium ver⸗ wandelte.