Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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»Allerdings haben Sie mich getäuſcht. Sie haben Laura's Namen nicht ein einziges Mal erwähnt.«

»Aber eben ſo wenig Joſephinens.*

Wirklich nicht? Wiſſen Sie das auch gewiß? Wohlan. wenn Sie es auch nicht gethan haben, ſo iſt das doch einerlei. Sie thaten doch als ob ſie meine junge Herrin liebten.«

Nein, eine von ihnen ſagte ich.«

Nun, wie ſollte ich denn darnach errathen, daß es xuuhr⸗

»Nun, und wie konntet Ihr denn errathen, daß es Jo⸗ ſephine ſey?

»Von Rathen kann hier nicht die Rede ſeyn, denn wenn es nicht Joſephine war, ſo mußte es Laura ſeyn. Wer aber würde Laura anſehen, wenn Joſephine dabei iſt? Fräulein Laura iſt allerdings gar nicht übel und hat ein ganz hübſches Geſichtchen, aber mit Fräulein Joſephine iſt ſie doch nicht zu vergleichen.*

»Wirklich, Jacintha, Ihr ſehd blind, aber es iſt ge⸗ wöhnlich ſo. Ihr Frauenzimmer ſeyd keine Kennerinnen von weiblicher Schönheit. Beide jungen Damen ſind liebenswür⸗ dig, aber Laura iſt die anmuthigſte, die heiterſte o ihr Lä⸗ cheln! Jetzt erſcheint es mir freundlicher als je, denn ich habe ſie zürnen ſehen, Jacintha. Denkt Euch das und bemitleidet mich. Ich habe ſie zürnen ſehen.«

»Und wenn Sie nach dieſer Richtung hinſchauen, ſo können Sie mich zürnen ſehen.«

»Aber was fehlt Euch denn?«

»Ich mag nun mit der ganzen Sache nichts mehr zu haben. Es iſt eine Schande.«

Hierauf ſetzte ſie ihm weitläufig auseinander, daß ſo entſetzliche Unregelmäßigkeiten in einer alten Familie, wo Ge⸗