Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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Großmutter, es geht auf einmal viel beſſer. Nur Muth gefaßt, diesmal ſterben wir noch nicht. Es wird nicht lange dauern, ſo kann ich wieder allerlei Dienſte verrichten,« ſetzte er mit einem plötzlichen Anfluge von Bitterkeit hinzu.

Es dauerte nicht lange ſo kam Jacintha weinend mit einem Korbe.

Ich kann keine Minute dableiben, Dard hier ſchi⸗ cken Dir meine jungen Damen zwei Flaſchen alten Burgun⸗ der er wird Dir ſchmecken, und hier haſt Du auch einen Kuchen, den ich Dir ſelbſt gebacken habe. Nun muß ich aber gleich wieder fort,« und ſie blieb drei Viertelſtunden lang und redete ihm freundlich zu.

In der Abenddämmerung ritt Rividre vorbei, band ſein Pferd an und kam herein.

Nun, was macht der Patient, Alte?« fragte er die Großmutter.

Es geht ziemlich gut mit ihm, mein Herr. Anfangs war er ſehr mißlaunig, jetzt aber iſt er ein wenig heiterer ge⸗ worden. Er hat ſehr vornehmen Beſuch gehabt die Fräu⸗ leins von Beaurepaire.

Ja, ja, das dachte ich mir.

Na, mein Enkel iſt überhaupt ein angeſehener junger Mann,« ſagte die Alte ſich aufblähend, und da die Dankbar⸗ keit in Geſellſchaft des Dünkels keinen Augenblick lang leben kann, ſo fuhr ſie fort:Im Grunde genommen war dies auch das Wenigſte, was ſie thun konnten, denn er iſt ſtets ein guter Freund von ihnen geweſen und hat niemals einen rothen Heller von ihnen bekommen. Uebrigens hat er ſich ja auch die Wunde in ihrem Dienſte zugezogen ein zerhackter Fuß das iſt alles, was er von Beaurepaire mit wegge⸗ bracht h.*