Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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vielleicht etwas Beſonderes zu eſſen oder zu trinken wünſche. Jaeintha ſolle es bereiten und es ihm bringen, wenn ihre Mit⸗ tel es irgend geſtatteten.

Er blickte dankbar und verwundert zu ihnen auf und von Einer zur Andern. Laura lachte ihn an, Joſephine lä⸗ chelte. Laura bückte ſich und nahm das Maß des verwundeten Fußes.

Als ſie ſich demſelben zuerſt näherte, zuckte er zuſammen, den nächſten Augenblick lächelte er.

Auf dieſe Weiſe war er noch nie berührt worden es war eine Berührung und doch auch keine ſie behandelte ſeinen Fuß wie der Zephyr die Veilchen. Nur mit Hilfe ſeines Auges bemerkte er, daß ſie ihn berührte.

So, nun habe ich Euch das Maß zu einem wattirten Tuchſchuh genommen,« ſagte Laura, als ſie fertig war.

Und ich werde ihn Euch machen, Dard,« ſagte Joſe⸗ phine.

Glaubt ihr nur nicht, Dard. Ich werde ihn machen. Sie iſt viel zu langſam.«

Nun, dann wollen wir ihn Beide machen, ſagte Jo⸗ ſephine.

Dard gab durch ein freundliches Grinſen ſeinen Dank zu erkennen. An der Thür drehten ſie ſich noch einmal herum und ließen ihm ein freundliches, hoffnungsvolles Lächeln zu⸗ rück, damit es ihm bis zu ihrem nächſten Beſuche Geſell⸗ ſchaft leiſte.

Dard kratzte ſich im Kopfe und dachte ungefähr eine halbe Stunde lang nach. Seine Großmutter war im Stall geweſen, um die Kuh zu melken.

Jetzt trat ſie wieder in die Küche.

Dard rief ihr in heiterem Tone zu: