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plötzlich ihre Arme um den Hals des ganz verblüfften Doc⸗ tors und küßte ihn, um dann in wilden Sätzen wie ein Ka⸗ ninchen ihrer Schweſter nachzueilen, die ſich auf der ſüdlichen Terraſſe befand.
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„Dard, ich habe ein kleines Stück Arbeit für Dich!“ rief Jacintha in ermunterndem Tone.
„Wirklich? Was gibts denn ſchon wieder?«
„Du mußt den Schleifſtein aufſtellen. Halt, geh noch nicht fort— das iſt noch nicht Alles! Stecke einen Drehling daran und ſchleife dann die große Axt— das Beil taugt nichts.
„Noch etwas?«
Jä. Morgen mußt Du mit deinem Schiebkarren in den Parf fahren und mir Scheitholz und Reiſig hacken.*
Der vielgeplagte Mann machte ſich an dieſe neue Arbeit.
Als die beiden Schweſtern von Baurepaire auf ihrem Nachmittagsſpazirgange in den Park kamen, ſahen ſie eine Geſtalt an dem gefällten Baume herumhacken. Sie gingen nahe genug hin, um Dard zu erkennen, und drehien ſich dann wieder um, um ihren gewohnten Spaziergang weiter fortzu⸗ ſetzen. Sie waren überzeugt, daß Jacintha es ihm befoh⸗ len habe.
Kaum waren ſie ſeit einigen Minuten in dem Park. als auch ſchon ein Fernrohr aus einem Fenſter auf ſie gerichtet ward und nach wenigen Minuten Herr von Rivière die Straße nach Beaurepaire hinaufeilte.
Als er in die Nähe des gefällten Baumes kam, hörte er lauten Hilferuf mit ſchmerzlichem Stöhnen untermiſcht.


